Freitag, 30. April 2010

Gemüsegarten Ende April

Vor fünf Wochen hatte ich meine ersten beide Beete fertig gestellt und besät. Seitdem habe ich viele schöne und auch mühevolle Frühlingstage mit dem weiteren Ausbau des Gartens verbracht. Zeit für ein kurzes Resüme, Teil 1 - Gemüsegarten.

Unter der Süßkirsche stehend und nach Norden blickend bietet sich folgendes, mit abgefallenen Blütenblättern weiß gesprenkeltes Bild:




Vier Beete sind inzwischen fertig gebaut und bestückt mit:
  • Senf/noch nicht gekeimt: Ringelblume/Petersilie/Kamille (hinten links)
  • Spinat/noch nicht gekeimt: Borretsch/Kresse (hinten rechts)
  • Zuckerschoten/Möhren/Zwiebeln/Mairüben/noch nicht gekeimt: Mangold (vorne links)
  • Erdbeeren/Knoblauch/div. Sorten Salat/Kohlrabi/Radieschen/Spinat/noch nicht gekeimt: Frühlingszwiebeln (vorne rechts)
Am rechten hinteren Bildrand das frisch bepflanzte Kartoffelbeet. Am linken Bildrand leider noch unzerkleinerte Überreste der früheren Eibenhecke. Ganz hinten vor der Schupppenwand des Nachbargrundstücks der Frühbeetkasten. Dieser hatte mir viel Schweiß abgerungen, da unvermutet massenhaft alter Metall-, Glas- und sonstiger Schrott in der Erde verscharrt auftauchte. Als richtig lohnend kann ich die Mühe bisher nicht empfinden. Vor fast sechs Wochen habe ich dort vorgezogene Kohlrabis gepflanzt sowie Radieschen und Pflücksalat ausgesät. Alles dümpelt auf mäßigem Niveau so vor sich hin...




Inzwischen denke ich, die Erde war an der Stelle einfach nicht gut genug. Die Vorgänger hatten dort einen Schuppen stehen gehabt, d. h. jahrelang war nichts in dem Boden gewachsen. Da half mein zugekaufter Kompost dann wohl auch nicht viel.

Sorgen machen mir auch die Zuckerschoten, im folgenden Bild in der Mittelreihe zu sehen. Denen hat leider jemand die Blättchen weggeknabbert und nun kommen sie nicht so recht voran. Ob das noch was wird?




Weil alles andere so schön ist (im Auge der betrachtenden Verfasserin :-)), noch einmal die Totale aus der anderen Richtung:




Im Hintergrund rechts die Süßkirsche, schon so ziemlich verblüht. Links die kleine Sauerkirsche, noch in voller Pracht. Dazwischen die beiden Buchskugeln, die ich gerade versteigere, um an der Stelle einen neuen großen Kompostplatz zu errichten. Noch stehen sie bei 1 € pro Stück.

Kartoffeln gepflanzt

Nachdem ich die letzten zwei Wochen damit beschäftigt war, ein Stückchen Ziergarten für meine Kartoffeln freizuräumen und vorzubereiten, habe ich sie heute endlich in die Erde gekriegt. So sahen sie nach 5 Wochen vorkeimen auf dem Schattenbalkon vor dem Einpflanzen aus (links/oben "Red Duke of York", rechts/unten "BF 15"):




Und hier das fertige Kartoffelbeet mit Trittsteinen, eingerahmt von Johannisbeersträuchern:




Bis vor kurzem sah es dort noch so aus:




Sehr viele Rhododendren standen eng gedrängt in der prallen Sonne. Entsprechend sahen sie aus - gelb und krüppelig. Zwei kleinere Exemplare haben ein neues Heim auf meinem Schattenbalkon gefunden, zwei weitere habe ich am Beetrand neu arrangiert:




Alle anderen habe ich leider abgesägt, auch wenn ich so etwas immer sehr schmerzhaft finde. Für die beiden Lorbeerkirschen und vorgepflanzte Sonnenhüte konnte ich zum Glück ein neues Plätzchen im Vorgarten lokalisieren.




Man sieht es ihnen nicht so an, aber die Umpflanz-Aktion war barbarisch anstrengend und nur mit tatkräftiger schwesterlicher Hilfe zu bewältigen. Mal sehen, was daraus wird. Und aus den Kartoffeln natürlich.

Donnerstag, 22. April 2010

Mein Kirschblütenfest

Heute entdeckte ich die ersten zaghaften Blüten an der kleinen Sauerkirsche:




Die große Sauerkirsche ist schon um einiges voraus:




Der absolute Star im Garten aber ist zur Zeit die Süßkirsche, die seit Sonntag morgen diese Pracht entwickelt hat:

Dienstag, 13. April 2010

Puh, pikiert!

Noch im März hatte ich jedes Jungpflänzchen beim Hervorlugen des zweiten Blattpaares ungeduldig aus der Anzuchterde gerissen und in ein neues Töpfchen verfrachtet (Kohlrabis und Salate). Im April artet die Pikiererei nun schon richtig in Arbeit aus, der ich in den letzten zwei Wochen so nach und nach Herr werden konnte:

Prunkwinden und Wicken...




...Löwenmäulchen...




...Paprika, Tomaten, Basilikum, Katze.




(Noch) nicht pikiert: Oregano, Bergbohnenkraut, weißer Sonnenhut, Purpursonnenhut, Limonadenpflanze, Indianernessel. Neu ausgesät: Thai-Basilikum, 3 Sorten Tagetes, Zwerg-Wucherblume, Spanisches Gänseblümchen, Thymian und Rosmarin. Fortsetzung folgt!

Freitag, 9. April 2010

Die nächsten Beete...

...sind am Osterwochenende auch fertig geworden. Leider ergab sich, dass ich an die Holzrahmen wohl rundum unten noch ein Brett anfügen muss, denn zur Zeit ist es nicht so stabil bzw. beim Harken bröckelt ständig Erde aus dem Beet auf den Weg. Fotos folgen nach Abschluss. Hier erstmal das aktuelle Aussaatschema mit weiterer Planung:



Salate und Kohlrabi habe ich zum Teil als vorgezogene Pflänzchen (Fensterbank Wohnzimmer) eingesetzt. Die Erdbeeren mit Ablegern hatte ich auf dem alten Beet vorgefunden und nun umgepflanzt. Auf den anderen Beeten sprießen schon Senf und - spärlich - Spinat. So kann es weitergehen.

Samstag, 27. März 2010

Die ersten Beete

Mein "geerbtes" großes Gemüsebeet in vier kleinere Beete aufzuteilen, inklusive Austausch der bestehenden Begrenzung aus hochkant stehenden Betonplatten gegen einfache Holzrahmen, stellte sich als nicht ganz einfache Unternehmung heraus. Um das große Beet herum hatten bis vor kurzem Wege aus weiteren Betonplatten bestanden, für deren Verlegung hier einstmals eine große Menge Sand hingeschafft worden war. Gegen diesen galt es die humose Beeterde zu verteidigen. Ohne in der unmittelbaren Umgebung so richtig viel Platz zum Hin- und Her-Schichten dieser Materialberge zu haben, brachte ich nach einer Woche mühsamer Feierabendtätigkeit nun immerhin die erste Hälfte der Aktion zum Abschluss.

Die neugeschaffenen Beete 1 und 2 wurden sodann durchgehackt, mit gekauftem Kompost angereichert und mit den ersten Einsaaten bestellt: Senf und Spinat. Hier meine Anbaupläne im Jahresverlauf:

Die Pläne erstellte ich in Anlehnung an das Buch Mischkultur im Hobbygarten von Christa Weinrich (Abtei Fulda). Wie bereits beim Frühbeet habe ich auch hier vor der Aussaat das Saatbett wieder mit Schachtelhalmbrühe überbraust. Das Ergebnis:



Im Hintergrund das Frühbeet, in das schon die ersten Kohlrabi aus der Vorkultur eingezogen sind. Radieschen und Pflücksalate keimen auch schon. Aus der anderen Richtung fotographiert erkennt man gut die Überreste des Ausgangszustands. Hier sollen Beete 3 und 4 entstehen.



Ebenfalls im Bild meine geerbten Erdbeerpflanzen. Beim Ausputzen des alten Laubes erlebte ich kürzlich eine freudige Überraschung: eine der sechs Pflanzen hatte bereits fünf eingewurzelte Ableger gebildet.



Mit den drei Pflanzen vom Balkon aus dem letzten Jahr habe ich nun immerhin schon 14 Erdbeeren. Da kann man gespannt sein...

Montag, 22. März 2010

Frühbeet

Es sollte der krönende Abschluss meines einwöchigen Urlaubs werden: Die Einrichtung meines neuen Frühbeetkastens zur Aussaat von Radieschen, Kohlrabi, Salat... Auch wenn ich den Kasten, an Stelle von Eigenbau aus Holz, als Kunststofffabrikat bei einer großen Discounter-Kette fertig gekauft hatte, wollte ich für die übrigen Schritte der Anleitung aus meinem derzeitigen Lieblingsgartenbuch folgen - Geheimnisse aus dem Klostergarten, von Christa Weinrich.

Demnach kann ab Februar unter Verwendung von Herbstlaub ein sogenanntes Halbwarmbeet eingerichtet werden: Grube ausheben, ca. 20 cm hohe Schicht Laub einfüllen, dann ca. 20 cm hohe Schicht Erde (Aussaaterde aus Gartenerde/Sand/Kompost 3:1:1), dann den Kasten drauf und erwärmen lassen. Altes Laub hatte ich bei der Gartenübernahme in drei Müllsäcken auf der Terasse vorgefunden, Kompost beim Recyclinghof der Berliner Stadtreinigung gekauft. Alles war bereit. Der neue Spaten schnurrte in meinen Händen und durchdrang mühelos den aufgetauten Boden, bis - Klong! - in noch nicht mal einer ganzen Spatentiefe ein unerwarteter Schatz zum Vorschein kam: Tonscherben, Glasscherben, Ziegelsteine, Fliesen, Wasserhähne, Fahrraddynamos, ein Bügeleisen, zwei Zangen, eine Säge - jede Menge teils bis zur Unkenntlichkeit vergammelter Schrott füllte ungefähr die Hälfte der vorgesehenen Grube aus! Was für Idioten haben sich wohl die Mühe gemacht, diesen Krempel dort zu vergraben, den man auch ohne weiteres einfach hätte in den Müll schmeißen können?!

Im Laufe der Woche habe ich den Kram nach und nach komplett ans Tageslicht befördert, vorsichtshalber noch 20 cm tiefer ausgeschachtet, mit sauberer Erde von einer anderen Stelle wieder aufgefüllt, und dann die restlichen Schritte wie geplant durchgezogen. Ein herrlicher Geruch beim Aufreißen des neuen Kompostbeutels! Freue mich schon auf meinen eigenen und hoffe, dass er mir genau so schön gelingt. Schnell noch ein Minimum-Maximum-Thermometer in den Kasten gelegt (zwanzig Jahre Naturwisenschaft hinterlassen ihre Spuren), den Deckel beschwert, und es bot sich folgendes Bild:




Sieht ein wenig trist aus, aber wenn die Salate erstmal sprießen... Nach der Anleitung meiner Klostergarten-Bibel stellte ich in den folgenden Tagen Schachtelhalmbrühe her, um die Erde damit vor der Aussaat zu überbrausen. Schachtelhalm enthält viel Kieselsäure, und wenn man die Jungpflänzchen regelmäßig damit behandelt, sollen sie diese in ihre Blätter und Stängel einbauen und so widerstandsfähiger gegenüber saugenden Schädlingen werden. Schachtelhalmkraut kaufte ich getrocknet im Kräuterladen und weichte davon 20 g in 1 l Regenwasser 24 h ein, köchelte das Gemisch für eine Stunde, filtrierte durch ein Sieb und erhielt ein Konzentrat, das ich nun in 10- bis 20-facher Verdünnung zum Besprühen von Saatbeeten und Jungpflanzen einsetzen kann. Im Frühbeet dieses Wochenende ausprobiert vor der Aussaat jeweils einer Reihe Radieschen und Pfücksalat (Eichblattsalat, der in der Wohnung bisher nur sehr spärlich keimen wollte, hmpf, hoffe draußen ist er besser drauf). Fortsetzung folgt.